Die Nebenbahn Eggmühl – Langquaid

Streckenbeschreibung

Originalgrafik: Deutsche Bahn AG

Die Nebenbahn beginnt im Bahnhof Eggmühl auf Gleis 1, wo sie zusammen mit der Hauptstrecke Regensburg – München die Bundesstraße 15 auf einer Brücke überquert. Unmittelbar dahinter befindet sich auf der rechten Seite ein Getreide-Großsilo der Fa. Meier-Kammermeier, welche allerdings nicht über ein eigenes Anschlussgleis verfügt, sondern die Waggons direkt auf dem Streckengleis be- und entlädt. Eine zwar einfache und kostengünstige, aber für den Fahrbetrieb nicht unbedingt unproblematische Lösung.

Etwa einen Kilometer weiter wird der Weiler Walkenstetten passiert und eine Ortsverbindungsstraße nach Lindach gekreuzt. In einer langgezogenen Linkskurve und einer anschließenden weiten Rechtskurve nähert sich die Strecke dem Markt Schierling. Schon von Weitem ist das markante Hochregal des weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten Getränkeherstellers Labertaler zu sehen. Während links der Strecke weitere zahlreiche Industriebetriebe ansässig sind, hat sich auf der rechten Seite eine Neubausiedlung an die Bahntrasse herangeschoben. Bei km 3,0 weist ein BÜ-Signal auf einen nahenden, durch Blinklichtanlagen gesicherten, Bahnübergang hin. Gleich hinter diesem Übergang zweigt das Anschlussgleis des Güterbahnhofs Schierling ab, welches sowohl für die Bedienung von der Ladestraße aus, als auch für die Beladung direkt aus dem BayWa-Lagerhaus angelegt ist. Erkennbar sind noch Reste des Anfang der 80er abgerissenen Empfangsgebäudes, vorhanden ist auch noch ein etwa 30 m langer Bahnsteig, der heute durch das Bockerl genutzt wird. Zu Beginn des folgenden Einschnitts folgt die Unterquerung der Allersdorfer Straße. Unmittelbar nach einem mit Drehkreuzen gesicherten Fußgängerüberweg verläßt die Bahnstrecke den Einschnitt und führt auf einem hohen Damm auf das größte Bauwerk der Strecke selbst, die Bogenbrücke über den Allersdorfer Bach zu.

Bei km 4,3 schließt von links das Gleis der Bundeswehr an, das nahezu 300 m parallel zum Hauptgleis verläuft und gleichsam den Eindruck einer zweigleisigen Strecke vermittelt. Nicht zu übersehen ist ab hier die 2009 neu errichtete Brücke der B15 neu, die sich nicht nur über die beiden Gleise, sondern auch über die parallel verlaufende Zufahrtsstraße zum Muna-Gelände, einen Feldweg und einen Bahnübergang erhebt. Während sich nun das Bundeswehr-Gleis in einer engen Linkskurve entfernt und in stetiger Steigung einem Waldgelände entgegenführt, biegt die Strecke in einer sanften Rechtskurve in die "Obere Au" ein. Die idyllische Wiesenlandschaft wird auf einem niedrigen Damm, der durch mehrere Flutbrücken und Feldwegübergänge unterbrochen wird, durchquert.

Anschließend strebt die Strecke auf einem schnurgeraden Stück Niederleierndorf zu, dessen charakteristische Silhouette durch ein altes Lagerhaus und durch die barocke Wallfahrtskirche geprägt ist. Ein BÜ-Signal läßt einen wiederum mit Blinklichtern gesicherten Bahnübergang bei km 7,238 erwarten, der gleich am Ortsrand von Niederleierndorf liegt und am liebevoll restaurierten ehemaligen Empfangsgebäude der früheren Haltestelle vorbeiführt. In leichter Steigung windet sich das Gleis in weiten Kurven am nördlichen Ortsrand von Niederleierndorf entlang und trennt die Bebauung von den weiträumigen, landwirtschaftlich genutzten Flächen. Nach etwa einem Kilometer ist auch rechter Hand eine Neubausiedlung zu sehen, die über einen ehemaligen Feldweg mit dem Hauptort verbunden ist.

Nahezu unmerklich geht der Ort Niederleierndorf in das kleine Dorf Oberleierndorf über, an dem die Strecke erst auf einem Bahndamm und dann nach einer Linkskurve in einem Einschnitt entlang führt. Mehrere schlecht einsehbare Feldwege kreuzen die Bahntrasse. Starker Bewuchs mit Eichenbäumen an den Böschungen des Einschnitts läßt vom Zug aus den Eindruck eines grünen Tunnels entstehen.

Am Ende des Einschnitts schwenkt das Gleis wiederum schnurgerade auf Langquaid zu, wobei von weitem schon der durch Blinklicht gesicherte Überweg bei km 9,476 und die Trapeztafel, welche die betriebliche Grenze des Bahnhofs Langquaid markiert, zu erkennen sind. Nach einer leichten Linkskurve endet das Einfahrgleis an einer Haltetafel, welche eine Gleissperre deckt, die vor Befahren des eigentlichen Endbahnhofs geöffnet werden muss. Weniger Meter dahinter quert nochmals eine Ortsstraße das Gleis, welches sich nach links zum BayWa-Lagerhaus hin und nach rechts zur Ladestraße verzweigt. Am Streckenende steht im Schatten des großen BayWa-Lagerhauses das ehemalige Empfangsgebäude, das sehr schön hergerichtet wurde und nun als privates Wohnhaus genutzt wird.

Vorhandene und aufgelassene Betriebsstellen

Eggmühl Bf uMEGMkm 0,0
Schierling AnstMSLGkm 3,3
Eichbühl AnstMAEIkm 4,3
(Niederleierndorf Anst) km 7,2
Langquaid Bf uMLQUkm 10,3